Graduiertenkolleg „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“


Maren Jäger

Das Graduiertenkolleg „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“ (HU Berlin) schreibt 13 Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden aus
(Wiss. Mitarbeiter (m/w/d) mit 65 v. H. d. regelm. Arbeitszeit – E 13 TV-L HU; Drittmittelfinanzierung befristet ab 01.04.2020 für 3 Jahre).
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Graduierten-kolleg 2190 beschäftigt sich mit der literatur- und wissenshistorischen Dimension kleiner Prosaformen von der Antike bis zur Gegenwart und konzentriert sich auf deren Funktion in unterschiedlichen Praxisfeldern: Literatur, Wissenschaft und Populärkultur. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Wechselverhältnisse zwischen ästhetischen, epistemischen und praxeologischen Aspekten kleiner Formen.
Die Bewerbungsfrist endet am 11.10.2019.

CfA Borders Leeds 2020


Silvan Wagner

In 2020, the International Medieval Congress in Leeds will take place with the special thematic strand „borders“ (cf. https://www.imc.leeds.ac.uk/imc2020/). The German Society Brevitas – Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik wants to sponsor two or three sessions regarding borders in pre-modern short epics (cf. the attached call of abstracts).
Besides contributions concerning German literature, we also want to encourage talks on pre-modern European short epics (e.g. English, French, Italian etc.). If you are interested in taking part, please do not hesitate to send a short abstract to Silvan.Wagner@uni-bayreuth.de, preferably before 30.08.2019.

Märenprojekt

Patrizia Barton

Auf mehr als 181.000 überlieferten Versen in über 140 Handschriften basiert die neue kritische Gesamtausgabe der deutschsprachigen mittelalterlichen Versnovellistik, die sich derzeit im redaktionellen Abschluss bzw. in der Drucklegung befindet. Sie geht hervor aus dem DFG-Langzeitprojekt ›Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik des 13. und 14. Jahrhunderts‹, auch bekannt als das ›Märenprojekt‹, das unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Ridder (Tübingen), Prof. Dr. Paul Sappler (Tübingen, † April 2010) und Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegeler (Köln) in den Jahren von 2009 bis 2018 in zwei Arbeitsgruppen an den Universitäten in Köln und Tübingen angesiedelt war. Insgesamt wurden 174 Einzeltexte ediert, darunter alle 113 von Heinrich Niewöhner für sein ›Neues Gesamtabenteuer‹ vorgesehenen plus 61 weitere Texte aus dem engeren Überlieferungsumfeld. Mit dem Erscheinen der Ausgabe wird die letzte größere editorische Lücke auf dem Feld der deutschsprachigen (weltlichen) Versnovellistik geschlossen, so dass alle Mären nach heutigem editorischem Standard dem Fach- und Laienpublikum zur Verfügung stehen.
Die Ausgabe erscheint in sechs Hauptbänden: Band I: Einleitung und Handschriftenbeschreibungen; Band II–V: Textbände und Band VI: Englische Übersetzung aller Einzeltexte von Dr. Sebastian Coxon (London). Geplant ist zudem eine elektronische Edition, über die neben den Transkriptionen aller (Apparat-)Zeugen auch die Faksimiles zu den Texten einsichtig gemacht werden.


Heinrich Kaufringer Bibliographie

Marco Heiles

Ich führe eine Forschungsbibliographie zu Heinrich Kaufringer und dessen Werken im Mittelalter-Blog: https://mittelalter.hypotheses.org/9836.
Die Bibliographie versucht sämtliche Forschungsliteratur von den Anfängen (1809) bis heute zu erfassen und wird mindestens einmal jährlich aktualisiert. Die aktuelle Fassung enthält auch die 2018 erschienen Publikationen zu Kaufringers Texten. Hinweise auf fehlende oder neue Titel nehme ich sehr gerne entgegen.

Marco Heiles, Heinrich Kaufringer Bibliographie 1809–2018, in:
Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte,
https://mittelalter.hypotheses.org/9836, Stand: 07.05.2019.

In Anbetracht der Dinge


Felix Passek

“In Anbetracht der Dinge. Eine narratologische Untersuchung von Dingen und ihrer komplexen Zeichenhaftigkeit in der Novellistik des Mittelalters” (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt von Felix Passek untersucht Dinge, von und mit denen erzählt wird, in der mittelhochdeutschen Kleinepik. Die Arbeit betrachtet sie aus erzähltheoretischer Perspektive und im Kontext gesamteuropäischer Erzähltraditionen, in denen Dinge wieder- und umerzählt wurden. Das Projekt, das im Oktober 2018 begonnen wurde und im Oktober 2021 beendet sein soll, wird betreut von PD Dr. Johanna Thali (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und gefördert durch die Claussen-Simon-Stiftung (Hamburg).

Die wissenschaftliche Gesellschaft Brevitas (e.V.) wurde 2018 gegründet und widmet sich der Erforschung vormoderner Klein­epik. ‚Kleinepik‘ wird dabei als Dachbezeichnung vormoderner Texte verstanden, die sich durch relative Kürze, Prägnanz und die Möglichkeit einer Gesamtrezeption am Stück (etwa einer einzelnen Aufführung, eines einzelnen Leseaktes) auszeichnen. Viele dieser Texte sind inhaltlich im Spannungsfeld zwischen schimpf und ernst angesiedelt. Kleinepik subsumiert entsprechend divergente Textgruppen wie Mären, Bispeln, Schwänke, Wundererzählungen, Legenden, aber auch eher diskursive Formen wie Minnereden, geistliche Bispelreden, Rätsel, Streitgespräche, Sprichwörter etc. Dabei ergeben sich vornehmlich folgende Aktionsräume für Brevitas:

Impulse geben: Regelmäßige Gesellschaft-Tagungen konturieren der Gegenstandsbereich ‚Kleinepik‘ und schaffen neue interpretative Zugänge, die auch auf andere Gegenstandsbereiche der Forschung übertragen werden können. Entsprechend werden auch gezielt Forschungsinitiativen mit einem breiten gegenständlichen wie methodischen Fokus ideell unterstützt.

Vernetzen: Brevitas vernetzt aktuelle Projekte zur Kleinepik, vermittelt Spezialistenwissen und fördert den internationalen und interdisziplinären Austausch. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Vernetzung von Forschung und Lehre und auf der Gewinnung wissenschaftlichen Nachwuchses.

Distribuieren: Die Gesellschaftsmitglieder erstellen und pflegen eine Online-Database zur Kleinepik, die (dynamisch wachsend) Primärtexte, Metadaten und Einzelbibliographien erfasst und Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten bereitstellt. Brevitas fördert darüber hinaus auch die Wissenschaftskommunikation mit der Gesellschaft.

Publizieren: Das regelmäßig erscheinende Online-Periodikum Brevitas – Zeitschrift für Klein­epik veröffentlicht Beiträge der Gesellschaftstagungen und anderweitige innovative Aufsätze zur Kleinepik. Darüber hinaus werden weitere Publikationsprojekte für den wissenschaftlichen und allgemeinen Buchmarkt verfolgt.

 

Gründungsaufruf

Satzung (Download als pdf-Datei)

 

 

 

Projekte zur Kleinepik

Forschungsprojekte, Stellenangebote, Neuerscheinungen, Curiosa etc. zum Bereich der Kleinepik können hier beworben werden. Bitte senden Sie dafür einen möglichst prägnanten Text an den Vorstand von Brevitas, der nach einer Prüfung hier eingestellt wird. Bitte setzen Sie an das Ende Ihres Teasers Kontaktinformationen oder Links zu weiterführenden Informationen hinzu.