Onlineworkshop über Zoom

Anmeldung: Bitte via E-Mail an: silvan.wagner@gmx.de

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Keynote-Vorträge:

  • Hans Jürgen Scheuer: Aus totem Holz ein grüner Trieb. Apokryphe Wege des Spiritualsinns in Kino und vormodernem Exempel am Beispiel von AaTh 763 (Schatzfinder morden einander)
  • Anita Traninger: Like a Rolling Stone: Baustellen und Bausteine von Temporal Communities

Impuls-Vorträge:

  • Martin Sebastian Hammer: »Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit« Zur ›temporal community‹ symbolischer Macht und (un)verhüllter Evidenz im ›Ritter unter dem Zuber‹ des Jacob Appet
  • Caroline Emmelius: Heiliges Blut und göttlicher Zorn. Die Erzählung von den Spielern von Willisau als Mirakel, Wunderzeichen und Exempel
  • Sina Kobbe: „Aber Lew sich anders bedacht“ (V. 82): Ein Blick auf die anderen Schwankromane
  • Natalie Mlynarski: Überlieferungserfolg durch Hybridität? Eine Analyse ausgewählter Überlieferungsträger des Bruder Rausch-Stoffs
  • Tina Terrahe: Blutsegen und Wurmexorzismen: Heil- und wundersame Kleinstepik mit großer Wirkung
  • Anna Mühlherr: O Maria hilf!
  • Sylvia Jurchen: Als Griffel verschweig ich den Autor. Der ‚Wunderdialog‘ des Caesarius von Heisterbach als gemeinschaftsstiftender Wechselgesang

 

Vormoderne Kleinepik basiert auf Bausteinen, die wesentlich kompakter sind als die aus ihnen zusammengesetzte Erzählung. Sie existieren als Varianten wiedererkennbarer Typen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten und lassen sich in diachronen Reihen anordnen. So systematisiert, können diese Bausteine analytisch in zweierlei Richtung genutzt werden: Entweder führen sie in ihren Überlieferungskontexten paradigmatisch zu konkreten Gebrauchssituationen zurück. Oder sie können syntagmatisch den Blick auf die jeweiligen Kombinationen von Bausteinen im Wiedererzählen desselben Stoffes lenken und damit auf ganz unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Solche Gefüge lassen sich als „temporal communities“ beschreiben. Ihr Potenzial für die kleinen Formen der vormodernen Literatur gilt es im Workshop auszuloten.

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